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Feuerwerksverbot zu Silvester? Fakten, CO2 und Feinstaubwerte

Feuerwerksverbot - Feuerwerk und die Umwelt Faktencheck

Feuerwerksverbot zu Silvester? Fakten, CO2 und Feinstaubwerte

Feuerwerksverbote zu Silvester werden immer wieder von der Partei die Grünen und privaten Organisationen wie der DUH und dem Umweltbundesamt (UBA) gefordert. Welchen Einfluss hat denn überhaupt Feuerwerk auf die Umwelt und sind Feuerwerksverbote an Silvester überhaupt gerechtfertigte Argumente? Schauen wir uns doch mal ein paar Fakten zum Thema Feuerwerk und Umwelt in einem Faktencheck mit Quellenangaben genauer an.

Sind Feuerwerksverbote berechtigt?

In der Vergangenheit, insbesondere pünktlich zur Silvesterzeit, wurden medial immer wieder große Geschütze aufgefahren. Es wurden mit Zahlen um sich geworfen und mit Feuerwerksverboten auf Stimmenfang gegangen. Doch die geläufigen Zahlen sind wie der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) nun herausfanden, nicht korrekt.

Feuerwerksverbot Silvester 0,00013% CO2 Emissionen Anteil am Gesamtausstoß in Deutschland

0,00013 % CO2-Emissionen

Auch für den CO2 -Anteil von Feuerwerkskörpern lieferte das VPI überprüfbare Zahlen. Der vom VPI errechnete Anteil von CO2 aus Feuerwerkskörpern beträgt 2.373 Tonnen. Nur 805 Tonnen CO2 stammen aus sogenannten fossilen Quellen (wie Gas, Kohle und Öl).

Das UBA ging neben den korrigierten Aussagen zu den Feinstaubemissionen, auch näher auf die Kohlendioxidemissionen von und die Inhaltsstoffe von Feuerwerkskörpern ein. Der CO2-Anteil von Feuerwerkskörpern an den Gesamtemissionen in Deutschland (von rund 805.000.000 Tonnen) beträgt laut UBA 0,00013 Prozent und ist “von geringer Bedeutung”.

Quellen:

Legende:

  • NEM: Nettoexplosivmasse
  • PM10: Particulate matter, 10µm
Feuerwerk Silvester Feinstaubbelastung in Deutschland

Feinstaubwerte von Silvesterfeuerwerk korrigiert

Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) hat aufgrund der anhaltenden öffentlichen Diskussionen zum Thema Feinstaubwerte von Silvesterfeuerwerk und Feuerwerksverbote eine Studie in Auftrag gegeben, die die realen Feinstaubwerte ermittelt sollen.

Zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) wurden die Zahlen ausgewertet und gemeinsam verifiziert. Das UBA sieht die vorliegenden NEUEN Zahlen als plausibel an. Dies hat unlängst die beim UBA zuständige Fachbereichsleiterin Ute Dauert öffentlich bestätigt.

Auf das Jahr 2019 rückgerechnet, ergibt sich durch die neue Berechnungsgrundlage ein gesamter Feinstaubausstoß von lediglich 1.477 Tonnen, statt der bis dato in den Medien kolportierten 4.200 bis 5.000 Tonnen Feinstaub durch Silvesterfeuerwerk.

Daraus ergeben sich die folgenden Werte: Der NEM-Anteil des verwendeten Feuerwerks betrug 5.159 Tonnen. Multipliziert mit 0,2862 Tonnen Feinstaub (PM10) pro Tonne NEM ergibt sich eine Gesamtfeinstaubemission von 1.477 Tonnen durch Feuerwerkskörper in der Silvesternacht 2019.

Die Werte von 4.200 bis 5.000 Tonnen können nun widerlegt und in Bezug auf die Silvesternacht differenziert werden.

Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub

Eine oft fälschliche Argumentation der Feuerwerkgegner ist die Feinstaubthematik. Doch Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub. Hier gibt es gravierende Unterschiede die, auf keinen Fall, vermischt werden sollten.

Es gibt (sehr vereinfacht dargestellt) im Grunde genommen zwei wesentliche Feinstaubunterschiede: Feinstäube von KFZ, also z. B. Reifen -und Bremsabrieb, sind nicht wasserlöslich. Diese Feinstäube verbleiben in der menschlichen Lunge und verkleben dort. Der Reifenabrief verursacht grob geschätzt rund 60.000 t/Jahr davon PM10-Anteil etwa 10 % (6.000 t/Jahr) und der Bremsabrieb 5.500 bis 8.500 t/Jahr (überwiegend PM10).

Feinstäube durch Feuerwerk oder Zigaretten sind wasserlöslich. Feinstäube durch Feuerwerkskörper werden schon allein zum großen Teil durch die Luftfeuchtigkeit gebunden und im wesentlichen vom Körper ausgeschieden. Es macht also einen großen Unterschied, wenn man sich nur allein auf die Feinstaubthematik beruft.

Züri Fäscht CO2 -Anteil

Prozentualer Anteil zu Großveranstaltungen bedeutungslos

Betrachten wir die Daten vom Umweltbundesamt (UBA), den Statistiken der NABU und dem WWF und den erst frischen Studien des VPI, so stellen wir fest, dass Feuerwerk auf die Umweltauswirkungen keine Bedeutung hat. Der CO2 -und Feinstaubanteil ist auf zum Beispiel die An -und Abreise von Festivals betrachtet, verschwindend gering.

Nehmen wir eine Studie zurate, die im Rahmen des Züri Fäscht in der Schweiz mit über 2,5 Millionen Besuchern erstellt wurde. Die Ergebnisse dürften jeden Feuerwerkgegner wie auch neutralen Umweltschützer gleichermaßen beeindrucken.

Die Analyse der Studie hat ergeben, 42% des CO2 -Anteils geht auf das Konto der An -und Abreise der Festbesucher. 40% zählen zu den Mahlzeiten, 9% zu den Getränken, 3% Verbrauchsmaterial, 2% Materialtransport und 2% Abfallentsorgung.

Die 3 großen Feuerwerke mit einer Dauer von jeweils 30 Minuten sind prozentual in der Statistik gar nicht erfasst. Der Wert liegt demnach unter 1% CO2 -Anteil. Feuerwerk hat erwiesenermaßen keinen Stellenwert in der Argumentation um Umweltschutz.

Quelle: https://www.zuerifaescht.ch/sites/default/files/inline-files/Pr%C3%A4sentation%20CO2-Footprint%20Z%C3%BCrif%C3%A4scht%202019_myclimate.pdf

forsa-Umfrage - Privates Feuerwerk an Silverster

Röder Feuerwerk Handelsgesellschaft mbH hat zusammen mit forsa, der Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen, eine repräsentative und unabhängige Umfrage in Auftrag gegeben, in der Bürger zu privatem Feuerwerk an Silvester befragt wurden.

Aus der forsa-Umfrage geht hervor, dass 90% der Bürger in Deutschland der Ansicht sind, privat gezündetes Feuerwerk gehört zu Silvester dazu und hat Tradition.

Die Ergebnisse sind ausgewertet und können auf dem Presseportal eingesehen werden: ▷ Silvesterfeuerwerk – große Mehrheit ist gegen ein Verbot | Presseportal

Was können Haustierbesitzer tun?

Der beste Weg das eigene Haustier wie Hund und Katze an Feuerwerk zu gewöhnen, ist, dem Haustier zu zeigen, das Feuerwerk nicht böse ist und dem Haustier nichts passieren wird. Das funktioniert am einfachsten, indem man sich neben den Hund setzt oder die Katze auf den Arm nimmt und streichelt. Vielleicht auch etwas dem Tier in einer ruhigen Stimme erzählt.

Haustiere wie Hunde sind unterwürfig. Das bedeutet; das Herrchen und Frauchen sind die Chefs und sind für das Wohl des Tieres verantwortlich. Bei Hunden schaltet sich aber auch in besonderen Situationen der Beschützerinstinkt ein, wenn Herrchen oder Frauchen Angst haben. Zeige daher dem Hund, dass du keine Angst vor Feuerwerk hast.

Natürlich, es gibt Ausnahmen. Schwer Traumatisierte Tiere lassen sich schwer an ungewöhnliche Geräusche gewöhnen. Aber nicht alle Haustiere sind schwer Traumatisiert. Für Traumatisierte Haustiere eignet sich das Leben in der Stadt generell nicht. Aber das ist ein anderes Thema und meine persönliche Meinung.

Randnotiz: Wild -und Hauskatzen töten jährlich in den USA zwischen 1,4 bis 3,7 Milliarden Vögel. Eine statistische Auswertung für Deutschland gibt es leider nicht.

Feuerwerk Abfallbilanz in Deutschland

Was können wir Feuerwerksfreunde tun?

In erster Linie sollte jeder von uns Rücksicht für die entwickeln, die Feuerwerk nicht mögen. Das beginnt bereits dort, nicht seine 100 Batterien vor dem Mehrfamilienhaus zu zünden, wenn man weiß, dass dort Familien mit Kleinkindern und Haustieren leben.

Ein weiterer Punkt ist, seine Silvesterreste auch selbst zu entsorgen und nicht verstreut am Straßenrand liegen zu lassen. Dazu eignen sich Umzugskartons. In diese kann man seine Feuerwerksreste hineinlegen und am nächsten Tag entsorgen. Wenn die Entsorgung nicht selbst durchgeführt werden kann, freut sich die Stadtreinigung für das Mitdenken.

Feuerwerkskörper gehören nicht in die Mülltonne. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Feuerwerksreste nicht glühen. Daher entsorge deine Silvesterreste am besten am nächsten Tag.

Es geht nur miteinander. Und wenn wir alle mehr Rücksicht nehmen, entspannt sich wahrscheinlich auch die Lage. Zumindest nehmen wir den Gegnern die Angriffsfläche.

Ein Verbot von Feuerwerk ist gefährlich

Denken wir auch mal etwas weiter. Was würde ein Feuerwerksverbot bewirken? Was bewirken Verbote im Allgemeinen? Lassen sich Menschen etwas verbieten, dass sie mögen oder lieben? Gibt es weniger Cannabiskonsumenten nur weil der Konsum von Cannabis in Deutschland verboten ist? Diese Fragen muss man sich offen stellen und reflektieren.

Ein Verbot von Feuerwerkskörper würde ganz klar den Import aus dem europäischen Ausland wie z. B. Polen und Tschechien fördern. Die zusätzlichen Grenzkontrollen und die zusätzlichen Einsätze im Land würden den deutschen Steuerzahler unzählige Millionen Euro kosten. Denn der Erwerb von Pyrotechnik im europäischen Ausland ist nicht grundsätzlich verboten. So lang die pyrotechnischen Artikel eine F-Kennzeichnung (F2 = Silvesterfeuerwerk in Deutschland) und CE-ID tragen, sind sie auch erlaubt. Eine BAM-ID ist in Deutschland nicht mehr erforderlich.

Das Gefährliche ist, dass Feuerwerk aus dem Ausland mit F2-Kennzeichnung nicht automatisch auch in Deutschland zugelassenes Feuerwerk ist. Denn im Ausland sind Blitzknallsätze (BKS) in Böllern nicht grundsätzlich verboten. In Deutschland schon.

Es kann nicht jeder vom Zoll festgehalten werden, der aus Tschechien illegal Böller importiert. Dieser Umstand kann für unbeteiligte gefährlich werden sollte ein Feuerwerksverbot tatsächlich durchgesetzt werden.

politische Daseinsberechtigung

Wichtig in der ganzen Diskussion um Feuerwerksverbote durch Parteien und Organisationen ist es im Hinterkopf zu behalten, dass Parteien wie die Grünen und private Organisationen wie die DUH eine politische Daseinsberechtigung aufrechterhalten müssen. Denn auch die Grünen und die DUH müssen irgendwie an Geld kommen.

Wenn also eine Partei wie die Grünen ein Feuerwerksverbot fordern, gehen sie auf Wählerfang, um ihre eigene Existenz zu erhalten und Parteispenden zu sammeln. Um nichts anderes geht es. Die besten Wähler sind die, die von der Thematik gar keine Ahnung haben und alles ohne es zu hinterfragen, wie ein Schwamm aufsaugen. Wir müssen gemeinsam versuchen, genau diese Wähler aufzuklären.

Fakten im Schnelldurchlauf

Hunde haben die Fähigkeit, laute und unwichtige Geräusche auszublenden. Feuerwerk, ein lauter Fernseher oder Musik aus dem Radio werden ebenso „überhört“ wie der Staubsauger oder Verkehrslärm von draußen.

Quelle: Wie gut hören Hunde (platinum.com)

Der Feinstaub von Feuerwerk ist im Gegensatz zum Feinstaub von zum Beispiel KFZ wasserlöslich und wird zum großen Teil allein durch die Luftfeuchtigkeit gebunden. Der Feinstaub von KFZ verbleibt in der menschlichen Lunge und verklebt dort.

Gesamtemissionen an Feinstaub PM10 in Deutschland (jährlich): 206.000 (tausend) Tonnen. Der Anteil von Feuerwerk: 0,7 Prozent! Holzfeuerungsanlagen, welche die Deutsche Umwelthilfe als Alternative für die Wärmewende bewirbt, haben einen Anteil von 9 Prozent (Quelle: UBA).

Die gesamten CO2-Emissionen in Deutschland (jährlich): 805.000.000 Tonnen. Der Anteil von Feuerwerk: 0,0003% bzw. 0,0001%.

Eine Tonne Feuerwerk erzeugt 250g Feinstaub. Um auf die 5.000 Tonnen Feinstaub zu kommen, die vom Bundesumweltamt genannt werden, müsste der Deutsche 20 Millionen (20.000.000) Tonnen Feuerwerk kaufen. Die tatsächlichen Verkaufszahlen liegen allerdings bei 40.000 (tausend) Tonnen Feuerwerk. (Quelle: VPI)

Als Beispiel: Die Kölner Lichter setzen für ihr Hauptfeuerwerk 4 Tonnen (NEM) Feuerwerk ein. Das entspricht nach Adam Riese und nach dieser neuen Berechnungsgrundlage 1kg Feinstaub

90% ist der Anteil an Altpapier und Holz in Feuerwerkskörpern (Quelle: VPI)

122 Millionen Euro [1] geben Menschen jährlich für Feuerwerk aus. Im Jahr 2019 kauften die Menschen in Deutschland schätzungsweise rund 29,8 Millionen Weihnachtsbäume [2]. Das entspricht etwa 700 Millionen Euro (Quelle: statista [1], statista [2])

Vorwurf: Durch Feuerwerk sterben Vögel. Argumentation: Dazu gibt es keinerlei Studien die diese Behauptung bekräftigen. Es gibt jedoch Studien die zeigen, dass 1,4 bis 3,7 Milliarden Vögel jährlich in den USA den Katzen zum Opfer fallen. (Quelle: NABU)

Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 3,1 Milliarden Kaffee-Kapseln verbraucht. Das entspricht 31.000 Tonnen Aluminium! Für die Herstellung aller Alu-Kapseln, die 2016 in Deutschland verbraucht wurden, entstanden rund 25.000 Tonnen CO2. Dazu giftiger Rotschlamm, der die umliegenden Gewässer verseucht. (Quelle: Quarks)

Grafiken für social media

Die Grafiken dürfen gern geteilt werden! Download: https://www.fwkart.de/feuerwerk-fakten-grafiken

Hast du noch weitere Quellen? Schreibe diese doch bitte in die Kommentare. Ich möchte den Artikel gern aktuell halten. Denn ich denke, es ist wichtig, Menschen aufzuklären und nicht mit Schreckensszenarien und Propaganda einzuschüchtern.

Grafikinhalte und Titelbild: https://www.freepik.com/

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