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Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos

Der Ultimative Guide 2018

Feuerwerk fotografieren – Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos [2019]

In diesem Artikel nehme ich dich an die Hand und werde dir zeigen, das Feuerwerk fotografieren eine Sache der Übung ist und mit etwas Zeit, dir die Schönsten Feuerwerk Fotos gelingen. Ich selbst fotografiere Feuerwerke seit 2009 und habe unzählige Feuerwerke vor die Linse bekommen. Darunter zählen kleine Feuerwerke sowie große Inszenierungen. Schnellstart/Zusammenfassung Voraussetzungen: Deine […]

Feuerwerk fotografieren – Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos [2019]

Feuerwerk fotografieren – Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos [2019] | fwkart.de

In diesem Artikel nehme ich dich an die Hand und werde dir zeigen, das Feuerwerk fotografieren eine Sache der Übung ist und mit etwas Zeit, dir die Schönsten Feuerwerk Fotos gelingen. Ich selbst fotografiere Feuerwerke seit 2009 und habe unzählige Feuerwerke vor die Linse bekommen. Darunter zählen kleine Feuerwerke sowie große Inszenierungen.

Schnellstart/Zusammenfassung

  1. Voraussetzungen: Deine Kamera sollte über manuelle Einstellmöglichkeiten verfügen. Nötig sind manuelle Blende, ISO und Verschlusszeit. Auch ist ein Stativ, ein Fernauslöser und ein Weitwinkelobjektiv sind hilfreich.
  2. Normalerweise variiert die Blende je nach Helligkeit der Effekte. Als allrounder Blende empfehle ich f/13 bis f/16
  3. Stelle den ISO-Wert deiner Kamera auf 100. Damit rauscht das Foto im Anschluss am geringsten.
  4. Die Verschlusszeit hängt davon ab wie viel Effekte du auf dein Foto belichten möchtest. Am einfachsten kommst du mit dem BULB-Modus deiner Kamera.
  5. Mit dem Fernauslöser und dem BULB-Modus kannst du nun selbst bestimmen wie lang du deine Fotos belichten möchtest. Für Silvester kannst du zwischen 10 und 30 Sekunden belichten. Für große professionelle Shows zwischen 4 und 10 Sekunden.

 

Update des Tutorials: 27. Mai 2019 Lesezeit: 20 Minuten

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Anlässe zum Feuerwerk fotografieren bieten sich viele. Zu einer Geburtstagsfeier, zu einer Hochzeit, zum Stadtfest oder klassisch zu Silvester. Immer mal wieder kommt man in den Genuss, ein schönes Feuerwerk anzusehen und für die Erinnerung fotografieren zu wollen.

Deshalb achte ich darauf, dir Werte zu nennen, mit denen du ohne Nachbearbeitung am Computer gute Feuerwerk Fotos erstellst. Denn es möchte sich nicht jeder Photoshop oder Lightroom kaufen. Bedenke aber, Feuerwerk ist dynamisches Licht welches anfangs stärker und zum Ende schwächer leuchtet. Die Bearbeitung am PC kann diese Lichtunterschiede in der Tiefe korrigieren.

 

Inhaltsverzeichnis

  • Die Ausrüstung
    • Kamera
    • Objektiv
    • Stativ
    • Kugelkopf
    • Fernauslöser
  • Das Technische
    • Checkliste
    • Aufnahmemodus
    • Blendeneinstellung
    • ISO-Einstellung
    • Belichtungszeit
    • Weißabgleich
    • Fokussierung
    • Bildstabilisator
    • Brennweite
  • Die Umgebung
    • Standort
    • Positionierung
  • Sonstiges
    • Tipps am Rande

So funktioniert Feuerwerk

Die Farben der Feuerwerkeffekte am Himmel werden je nach Mischung der verwendeten Chemikalien und Salze hervorgerufen. Mischungen die Substanzen aus der Gruppe der Alkalimetalle und Erdalkalimetalle enthalten, sind besonders effektvoll.

Zu den Alkalimetallen gehört zum Beispiel das Natrium, das wir in Form von Kochsalz (Natriumchlorid) kennen und die Farbe gelb erzeugt. Andere Alkali- und Erdalkalimetalle wie zum Beispiel Kaliumsalze erzeugen die Farbe violett. Bariumsalze grün, Strontiumsalze rot und Magnesiumsalze sorgen für Weiße Effekte. Andere Elementengruppen wie Kupfersalze erzeugen die blaue Farbe.

Aus diesem Grund ist es wichtig, beim fotografieren von Feuerwerk mit der Blende zu experimentieren. Da wir hier von Licht sprechen, sind die einen Effektfarben dunkler, die anderen heller bis sehr hell. Dazu im Abschnitt “Blende” mehr.

Die Ausrüstung zum Feuerwerk fotografieren

Die Kamera:

Schon bei der Ausrüstung werden viele Hobby-Fotografen abgeschreckt. Dabei ist es gar kein Problem, Feuerwerk Fotos ohne Profi-Equipment zu fotografieren. Deine Kamera muss lediglich vier Eigenschaften beherrschen um ein schönes Feuerwerk fotografieren zu können:

  • Manuelle Blende
  • Manueller ISO
  • Manuelle Verschlusszeit
  • Manuelle Aufnahmemodus

Natürlich, eine Profi-Kamera hat ihre Vorteile die gerade im Bezug auf die Feuerwerk Fotografie ein noch schöneres Bild ergeben. Neben den brillanteren Farben und dem geringeren Bildrauschen, lassen sich die Feuerwerk Fotos am PC nachträglich besser bearbeiten, da die Grundlage der Fotos ein sogenanntes RAW-Foto bildet. In einem RAW-Foto werden alle Bildinformationen ROH gespeichert und lassen sich nachträglich feiner bearbeiten. Ein JPEG dagegen ist bereits ein fertig belichtetes Foto.

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Ist man im Begriff sich eine neue Kamera zu leisten, hat man oft die Wahl der Qual oder besser; die Qual der Wahl! Setze dir als erstes ein maximales Budget und schaue, welche Spiegelreflexkameras oder Spiegellose Kameras (Systemkameras) für dich in Frage kommen. Soll es eine Spiegellose Kamera sein, scheue dich nicht, dich auf dem Gebrauchtmarkt umzuschauen. Spiegellose Kameras haben oft den Vorteil, dass sie nicht so schnell verschleißen. Spiegelreflexkameras sind oft robuster und natürlich größer.

Als gute Einsteigerkameras bis 600 Euro kann ich uneingeschränkt folgende drei Modelle unterschiedlicher Marken empfehlen:

Meine vorgeschlagenen Budgetkameras der Marke Nikon und Canon sind Spiegelreflexkameras mit all den geforderten Eigenschaften die zum Feuerwerk fotografieren wichtig sind. Die Sony a6000 ist eine Spiegellose KameraFeuerwerk fotografieren - Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos [2019] für die Hosentasche. Alle drei Kameras bieten RAW-Foto Support aber keine 4K-Videofunktion.

Die Wahl des Objektivs:

Das Objektiv ist wichtiger als die Kamera selbst. Das Objektiv stellt in der Fotografie aus Auge dar und schlechte Augen benötigen eine Brille.

Da es in diesem Artikel allerdings darum geht, wie Du als Einsteiger möglichst gute Feuerwerk Fotos mit deinem Equipment erzielst, werde ich das Thema Objektivwahl nur dezent thematisieren. Ich würde schlicht nicht zum Punkt kommen da die Auswahl an guten sowie schlechten Objektiven enorm ist. Daher ein paar Zeilen weiter unten, eine kleine Empfehlung von mir.

Um möglichst gewappnet für alle möglichen Situationen zu sein, empfiehlt es sich ein Weitwinkelobjektiv zu verwenden. Auf APS-C (Crop) Kameras würde ich Objektive mit einer Brennweite zwischen 11 und 16 mm empfehlen. Auf Vollformatkameras eine Brennweite zwischen 16 und 24 mm. Damit bist du schon einmal was den Standort betrifft, gut aufgestellt und recht flexibel.

Schau dir bitte einmal die manuellen Objektive der Walimex Pro Serie für SpiegelreflexkamerasFeuerwerk fotografieren - Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos [2019] und SystemkamerasFeuerwerk fotografieren - Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos [2019] an. Diese sind außerordentlich gut für einen kleinen Preis. Der Nachteil ist, dass sind oft nur manuelle Objektive ohne automatischer Fokussierung. Ein Preisgünstiges aber gutes Objektiv mit Autofokus ist das Tokina 11-16Feuerwerk fotografieren - Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos [2019] für APS-C Kameras. Dieses gibt es für Canon sowohl als auch für Nikon und Sony A Kameras.

Das Stativ:

Um die schönen und typischen Feuerwerk Fotos mit den langgezogenen Lichtspuren zu erhalten, empfiehlt es sich ein Stativ zu verwenden. Einfach aus dem Grund, da die Kamera nicht wackeln darf. So bald die Kamera wackelt oder zittert, übertragen sich die Zitterbewegungen auf die Lichtspuren und schon ist das perfekte Foto nur noch halb so schön.

Da ein Feuerwerk ausschließlich unter freiem Himmel gezündet wird, muss man die Launen von Mutter Natur berücksichtigen. Ist sie schlecht drauf, kann es ganz schön windig werden. Und um Windböen möglichst effizient entgegen zu wirken, empfehle ich den Einsatz von Stativen aus Metall oder Carbon. Plastikstative haben oft keine Stabilität und erhöhen unnötig das Risiko auf verwackelte Fotos. Außerdem sind Plastikstative nicht robust und gehen schnell kaputt, werden spröde und brechen irgendwann.

Als gute Einsteigerstative kann ich folgende Modelle empfehlen:

Die Verwendung eines Stativs ist in der Fotografie nicht zu unterschätzen. Meine zwei Beispiel-Stative sind Einsteigerstative die recht gut absichern. Wird das Feuerwerk fotografieren allerdings ernster genommen, so sind Stative der italienischen Firma ManfrottoFeuerwerk fotografieren - Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos [2019] nahezu unabdingbar. Robust, Langlebig und Wetterfest.

Kugelkopf:

Der Kugelkopf ist die wahrscheinlich beste Erfindung neben dem Kabelbinder. Der KugelkopfFeuerwerk fotografieren - Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos [2019] erleichtert das Ausrichten der Kamera beim Feuerwerk fotografieren enorm. Denn oft ist der Boden auf dem das Stativ aufgebaut wird nicht ebenerdig. Der Kugelkopf wird auf das Stativ geschraubt und die Kamera oben auf den Kugelkopf befestigt. Von nun an spielt es keine Rolle mehr, wie schief das Stativ aufgebaut wurde. Ausgerichtet wird die Kamera in Sekundenschnelle anhand des Kugelkopfes.

Meine zwei Stativempfehlungen besitzen bereits einen Kugelkopf. Der Kugelkopf ist allerdings keine Pflicht. Er erleichtert nur das Vorhaben.

Fernauslöser:

Ebenso nützlich in der Fotografie, ist ein Fernauslöser. Der Vorteil eines Fernauslösers ist der, dass wir in der Lage sind, die Belichtungszeit selbst zu bestimmen. Ein weiterer Vorteil, wir kommen nicht mit der Kamera in Berührung und vermeiden so, dass die Kamera wackelt. Wir können also aus der Ferne auslösen.

Fernauslöser gibt es viele auf dem Markt. Die einfachsten Fernauslöser sind entweder Kabelgebunden, oder kommunizieren via Infrarot mit der Kamera. Eine Dritte Variante sind Fernauslöser, die via Bluetooth oder WLan mit dem Smartphone kommunizieren. Das Smartphone schickt die empfangenen Befehle anschließend an die Kamera zurück.

Meiner Meinung nach ist das aber alles technischer Schnick Schnack. Ich nutze noch heute einen Kabelgebundenen Fernauslöser einer Billigfirma für 10 Euro und dieser funktioniert tadellos. Fernauslöser die via Smartphone kommunizieren sind erst dann interessant, wenn man Zeitrafferaufnahmen erstellen möchte. Diese Aufgabe erledigen aber auch Kabelgebundene Fernauslöser die für diesen Zweck entwickelt wurden.

Zum Feuerwerk fotografieren sind Fernauslöser über Smartphone nicht zu empfehlen da diese eine gewisse Latenzzeit aufweisen. Bei einem Feuerwerk kommt es oft auf den exakten Moment an.

Das Technische

Du bist echt tapfer 😉 Aber kommen wir jetzt zum Feuerwerk fotografieren selbst und zu all den wichtigen Einstellungen die zu beachten sind. Nimm dir etwas Zeit beim lesen.

Bei der Feuerwerk Fotografie kommt es auf die richtigen Einstellungen an. Hast du hier etwas vergessen zu beachten, ist das Foto oftmals ruiniert oder entspricht nicht deinen Vorstellungen. Und das ist dann oft auch der Grund, weshalb viele aufgeben. Trotz das Feuerwerke über das Jahr recht häufig stattfinden, verhält es sich oft wie mit Weihnachten. Es kommt überraschend.

Checkliste:

Bevor du anfängst zu fotografieren, check doch mal ob du auch alles dabei hast. Glaub mir, die Speicherkarte habe ich schon öfter vergessen als ich Finger habe.

  • Speicherkarte leer und eingepackt?
  • Akkus geladen?
  • Stativplatte an der Kamera?
  • Stativ griffbereit?
  • Objektiv sauber?
  • Fernauslöser eingepackt?
  • Gutes Wetter bestellt?

Aufnahmemodus:

Deine Kamera stellt dir ein paar verschiedene Aufnahmemodi über ein Modusrad bereit. Mit denen kannst du entscheiden, ob die Kamera alle Einstellungen wie Verschlusszeit, Blende und ISO automatisch bestimmen soll oder ob du die Einstellungen gänzlich manuell einstellen möchtest. Wähle hierbei den Modus „M“ für Manuell.

Blendeneinstellung:

Alle am Himmel zusehenden Farben sind Erzeugnisse aus verschiedenen Salzen die beim Explodieren des Feuerwerkskörpers verbrennen. Die richtige Blendeneinstellungen zu verwenden hängt von mehreren Faktoren ab. Wie hell ist der Effekt, wie weit entfernt stehe ich vom Feuerwerk entfernt und wie ist das Wetter. Je heller der Effekt am Himmel, desto geschlossener (größere Zahl) muss die Blende eingestellt werden. Je dunkler der Effekt, desto offener (kleinere Zahl).

Die dargestellten Fotos sind am PC bearbeitet. Die Werte sind allerdings aus den RAW-Daten entnommen.

  • Weiß, Silber | Blende f/16 – f/18
  • Grün, Türkis, Gelb, Orange, Rot, Pink | Blende f/13
  • Gold, Violett, Blau | Blende f/11 – f/13
  • Bronzegold (Kamuro) | Blende f/8 – f/10

Mir ist bewusst das es schwierig ist, die optimale Blende einzustellen. Denn schließlich weiß man als Einsteiger nie, welche Farbe als nächstes geschossen wird. Als absolute Faustformel würde ich daher einen Blendenwert zwischen f/11 und f/13 empfehlen. Als allrounder Blende f/13 für die nachträgliche Bearbeitung am PC.

Ich persönlich fotografiere ausschließlich mit Blende f/14. Das hat zwei Gründe: 1) Ich führe die Belichtungskorrektur am PC durch. Mit Blende f/14 habe ich mehr Spielraum was zB. die Überstrahlungen der Effekte betrifft. 2) Ich habe jahrelange Erfahrungen im Bezug auf Timing und ich weiß, was als nächstes passieren wird und wie lang der Pyrotechniker diese eine bestimmte Szene schießt. Das kann aber jeder mit der Zeit erlernen.

Oftmals passiert es auch, dass Pink und Blau am Himmel sehr dunkel erscheinen. Die Leuchtkraft fehlt. Oder Grün wirkt auf Fotos eher blass. Das kommt daher, dass die verbrannten Salze minderwertiger Qualität sind. Das sind jedoch Faktoren die nur der Pyrotechniker beeinflussen kann.

Auch die Entfernung zum Feuerwerk spielt eine Rolle und kann die Blendenwerte beeinflussen. Hohe Luftfeuchtigkeit sorgt ggf. dazu, dass sich die Wasserpartikel in der Luft mit dem Feinstaub des Feuerwerks verbinden und so für einen Schleier sorgen. Dadurch leuchtet das Feuerwerk etwas dunkler. Genau so verhält es sich auch in trockenen Sommernächten. Hier sind Staubpartikel in der Luft ein Störfaktor.

ISO-Einstellungen:

Der ISO ist nichts anderes als die künstliche Verstärkung des Lichteinfall auf den Sensor. Der ISO deiner Kamera r verstärkt das Restlicht welches auf den Kamera-Sensor fällt.

Der Nachteil ist, je höher der ISO-Wert -also je mehr Licht du künstlich verstärkst- desto mehr beginnt das Foto an zu kriseln. Das bekannte ISO-Rauschen entsteht. Und das möchte man auf keinen Fall auf einem Feuerwerk Foto haben. Daher, stell deine Kamera auf einen ISO-Wert von 100 ein. Meine Empfehlungen in diesem Tutorial basieren ebenfalls auf diesen ISO-Wert.

Einige Kameras bieten auch die ISO 50 Unterstützung. Wählst du diese, musst du insbesondere bei der Blendeneinstellung jeweils eine Blendenstufe von meinen Angaben abziehen. Statt Blende f/18 nimmst du Blende f/16.

Belichtungszeit:

Die Verschlusszeit oder auch Belichtungszeit bestimmt, wie lang das Foto belichtet werden soll. Also die Dauer, in der das Licht auf den Sensor fällt. Üblicherweise ist eine Verschlusszeit von 1/30 eingestellt. Um allerdings Feuerwerk fotografieren zu können, solltest Du das Rad mit dem du die Verschlusszeit anpassen kannst, in den Sekundenbereich drehen. Für Feuerwerk Fotos empfiehlt es sich das Rad bis zur BULB Einstellung zu drehen und per Fernbedienung auszulösen.

Es gibt auch Kameras die keine BULB-Belichtung unterstützen. Hast du genau so ein Model, dann stelle die Verschlusszeit zwischen 3“ und 6“ ein. Die Gänsefüßchen stehen dabei für „Sekunden“.

Mit 3 bis 6 Sekunden Belichtungszeit fährst du am besten. Das sind die üblichen Zeiten um ein Feuerwerk zu fotografieren. Farbige Effekte benötigen etwa 3 Sekunden Belichtungszeit. Dunkle Goldfinals hingegen bis zu 6 Sekunden oder mehr. Wird jedoch ein buntes Finale geschossen mit vielen Effekten am Himmel, so reicht oft eine Belichtungszeit zwischen 1 und 3 Sekunden.

Weißabgleich:

Die unterschiedlichen Farben am Himmel werden wie Eingangs besprochen, durch chemische Prozesse erzeugt. Da wir hier von chemisch erzeugten Licht sprechen, haben wir unterschiedliche Weißabgleichsituationen in einem Feuerwerk. Denn jede Farbe hat genaugenommen einen anderen Kelvin. Da wir hier von künstlich erzeugten Farben (Licht) sprechen, finden wir während dem gesamten Feuerwerk unterschiedliche Kunstlichtbedingungen vor.

Daher gibt es keine allgemeine Empfehlung welchen Kelvin-Wert wir einstellen müssen. Es gibt lediglich einen Kompromiss. Grundsätzlich kann man sagen, der Kompromiss liegt hier bei einem Wert von 4000. Am schwierigsten fotografisch abzulichten sind „Weiße“ Effekte. Ist der Kelvin-Wert zu kalt eingestellt, wirkt „Weiß“ bläulich, ist der Kelvin-Wert zu warm eingestellt, wirkt „Weiß“ gelblich.

Doch um das Bild letztlich genau beurteilen zu können, muss man sich an den Moment erinnern, um sagen zu können; ja dieser Effekt war tatsächlich Weiß. Also halb so wild, sollte der Effekt nicht zu 100% mit der Realität übereinstimmen. Das merkt eh keiner.

Bildstabilisator deaktivieren:

Bei Verwendung eines Statives ist es zu empfehlen, den Bildstabilisator deines Objektivs oder deiner Kamera zu deaktivieren. Der Bildstabilisator sorgt oft für verwackelte Aufnahmen wenn Windböen auf die Kamera treffen und der Bildstabilisator versucht, die Stöße auszugleichen. Das ist insbesondere bei Langzeitaufnahmen und bei Nacht ein nicht zu unterschätzendes Thema.

Die Folge sind verwackelte Lichtspuren der Effekte.

Fokussierung:

Die meisten Fehler bei der Feuerwerk Fotografie passieren bei der Fokussierung. Viele Fotografen verlassen sich zu sehr auf ihren automatischen Fokus und fokussieren den Mond oder irgendeine Laterne in 3 km Entfernung per Autofokus. In manchen Fällen scheint das auch zu funktionieren, insbesondere bei Weitwinkelobjektiven. Ein Feuerwerk ist 3-Dimensional und wird auf unterschiedlichen Ebenen aufgestellt.

Die Feuerwerke werden meist gegen Nachmittag am Abbrennplatz aufgebaut. Um zum Beispiel bei deinem nächsten Besuch der Pyro Games in deiner Stadt vorbereitet zu sein, besuchst Du die Veranstaltung möglichst schon am Nachmittag, schaust dich in der Umgebung um und nimmst deine Kameraposition ein. So kannst du am Tag den Fokuspunkt einstellen.

Kannst du erst am Abend das Gelände betreten, suche dir eine Laterne die in etwa auf gleicher Höhe wie die Frontposition des Feuerwerk steht. Bei einem Weitwinkelobjektiv reicht es jedoch oft, den Fokus auf Unendlich zu stellen. All das erfordert etwas Übung und vor allem; Kenntnisse über dein Objektiv. Mir selbst passiert es auch gern mal, dass ein paar Fotos falsch fokussiert sind. Das liegt dann aber eher am Stress.

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Frontpositionen wie Vulkane, Kometen sind oft nahe beim Publikum positioniert, wohingegen die Bomben weiter hinten aufgebaut werden. Diese Entfernung zwischen Front -und Hinterer Position kann bei einem normalen Stadtfestfeuerwerk zwischen 50 und 100 Meter betragen. Die Entfernung des Feuerwerks vom Publikum lässt sich in etwa bei 200 Meter Schutzabstand beziffern. Faustregel: Kaliber (mm) = Steighöhe (m) = Entfernung (Schutzabstand in Meter).

Wenn also der Pyrotechniker ein maximales Kaliber von 150 mm schießt, so ist der Schutzabstand etwa 150 bis 200 Meter. Daher, der Autofokus ist nicht zu empfehlen. Versuche bitte manuell zu fokussieren.

Brennweite:

Kaum hat man sich für eine Kamera entschieden und die ersten Feuerwerke fotografiert, bemerkt man relativ schnell, dass das Objektiv nicht ausreichend Brennweite vorweisen kann. Die Standard-Kit-Objektive an Einsteigerkameras haben oftmals eine Brennweite zwischen 18 und 55 mm. Das reicht oft aus, da man gerade am Anfang sowieso relativ weit vom Feuerwerk entfernt steht. Wenn man näher an das Lichtspektakel heran möchte, kommt man mit dieser Brennweite nicht weit.

Ein Weitwinkelobjektiv oder auch UWW-Objektiv genannt gibt es schon recht günstig. Empfehlen kann ich das Weitwinkelobjektiv Tokina 11-16 DXIIFeuerwerk fotografieren - Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos [2019] und das Walimex Pro 14mm f2.8Feuerwerk fotografieren - Tipps für perfekte Feuerwerk Fotos [2019]. Mit unter 500 Euro auch nicht wirklich teuer. Das Tokina Objektiv besitzt einen Autofokus wohingegen das Walimex Pro gänzlich manueller Bauart ist.

Als Brennweite empfiehlt es sich in den Weitwinkel bzw. Ultra-Weitwinkel Bereich zu gehen. Eine Brennweite von 11 mm an einer APS-C Kamera oder 16 mm an einer Vollformatkamera sind fast schon Pflicht um möglichst viel Spielraum zu haben.

Die Umgebung zum Feuerwerk fotografieren

Standort:

Der Standort ist ein nicht zu unterschätzendes Thema. Natürlich, als Einsteiger macht man sich keinerlei Gedanken darüber, wo das Feuerwerk geschossen wird, ob Bäume oder Gebäude die Sicht verhindern, die Landschaft hügelig oder ob sich der Abschussort in einem Tal befindet.

Aber eben genau diese Vorkenntnisse sind oft auch entscheidend und oft auch eine Frage des Geschmacks in der Bildgestaltung. Daher empfiehlt es sich, vor dem Feuerwerk den Standort via Google Maps oder anderen Kartendienste anzusehen. Als sehr nützlich empfinde ich Wanderkarten mit Höhenprofile. So siehst du genau ob Hügel oder Berge die Sicht versperren.

Wie im Abschnitt „Fokus“ bereits angerissen, beträgt der Schutzabstand des Feuerwerks zum Publikum oftmals etwa 200 Meter. Diese Angabe ist insofern Hilfreich, dass du schon grob mithilfe von Google Maps abschätzen kannst, wohin du dich positionieren kannst/sollst/musst. Anschließend malst du dir eine gedachte Linie und positionierst deine Kamera so, dass du ein möglichst interessantes Foto erzielst.

Positionierung:

Ein Feuerwerk auf Foto wirkt dann sehr eindrucksvoll, wenn das Auge einen Bezugspunkt hat. Das heißt, versuche beim Feuerwerk fotografieren das Bild zu gestalten indem du Bäume oder Bauwerke in das Foto einbeziehst. Auf einer Kirmes sieht ein Riesenrad oder die Achterbahn neben einem Feuerwerk im Hintergrund immer sehr eindrucksvoll aus. Das Auge hat einen Bezugspunkt und Größenvergleich. So wirkt das Feuerwerk um einiges Effektvoller.

In einer Stadt sind es dann oft Bäume oder andere Bauwerke wie zum Beispiel Kirchen die man sehr gut in das Foto integrieren kann. Verleih beim Feuerwerk fotografieren dem Foto mehr Dynamik. Auch ist es hilfreich, leicht erhöht zu stehen. So verringert sich die Gefahr, dass die Köpfe der Menschen die Sicht auf das Feuerwerk versperren.

Nicht zu unterschätzen ist den Wetterbericht zu verstehen. Denn Rauch/Taubildung ist oft das schlimmste was einem beim Feuerwerk fotografieren passieren kann. Entweder versinkt das Feuerwerk in dicken Rauchschwaden oder das Objektiv beschlägt. Daher versuche die Wetterdaten zu verstehen um schon vorher zu wissen, wie hoch die Gefahr von Rauch und Nebel ist.

Sonstiges

Tipps am Rande:

Ein guter Tipp ist, sich Papers, also Zigarettenpapier in den Fotorucksack zu packen. Zigarettenpapier nutze ich dafür, um Fingerabdrücke vom Objektiv zu wischen. Das funktioniert meiner Meinung nach viel besser als mit Mikrofasertücher. Mikrofasertücher werden sehr schnell feucht und so lassen sich Fingerabdrücke (Fett) nicht mehr so effektiv lösen und es bildet sich eine leichte Fettschicht.

Auch nützlich ist, die Kamera akklimatisieren zu lassen. Das heißt, nimm deine Kamera schon 1 Stunde vorher aus deinem Rucksack oder Tasche. Nachts sinken die Temperaturen weshalb ein Temperaturunterschied zur Außentemperatur und der Temperatur in deiner Kamera entsteht. Das akklimatisieren deiner Kamera verringert die Gefahr, dass das Objektiv beschlägt.

Weitere Tipps folgen…

 

Vielen Dank das du dir das Tutorial zum Thema Feuerwerk fotografieren bis hier hin durchgelesen hast. Ich bin Feuerwerk Fotograf seit 2009 und konnte dir damit von meinen Erfahrungen berichten. Wenn Du magst, empfehle doch bitte diesen Artikel weiter. Das würde mir sehr helfen.

Auch wird dieses Tutorial regelmäßig ergänzt. Hin und wieder einmal vorbei zu schauen, lohnt sich also.

 

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Geschrieben am 14. Feb 2018 um 1:10 Uhr


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Blaue Stunde berechnen – Dämmerungsrechner

Blaue Stunde berechnen – Dämmerungsrechner | fwkart.de

Als Blaue Stunde wird die Zeit der Dämmerung zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit sowie die Zeit kurz vor Sonnenaufgang bezeichnet.

Zwischen diesem Bereich besitzt das tiefblaue Sonnenlicht in etwa dieselbe Helligkeit wie das künstliche Licht von Gebäude- und Straßenbeleuchtungen. Die Dauer der Blauen Stunde variiert zwischen 20 Minuten in den Tropen, 30 Minuten (Tag-und-Nacht-Gleiche) bis 50 Minuten (Sonnenwende) und in Mitteleuropa bis hin zu 5 Stunden in den Weißen Nächten. Als Weiße Nächte werden Nächte bezeichnet, in denen die Sonne nur für kurze Zeit untergeht.

Ein sehr gutes Buch zum Thema findest du auch bei Amazon welches ich ans Herz legen kann.

Einen sehr guten Dämmerungsrechner bietet Jens Koßmagk auf seiner Internetseite. Mit diesem lässt sich nicht nur die Blaue Stunde, sondern auch den Zeitraum der goldenen Stunde sowie Sonnenuntergangs und Sonnenaufgangszeitpunkt berechnen.

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Apps um die Blaue Stunde zu berechnen

Eine meiner Lieblingsapps um die Blaue Stunde zu berechnen, ist die App “Sun Surveyor” die es sowohl für Android wie auch für iOS gibt.

Sun Surveyor sagt die Positionen von Sonne & Mond (Azimut, Höhe, Zeiten) vorher, mit Modulen für Kartenansicht, Kameraansicht (Augmented Reality) und Details (Ephemeris). Sun Surveyor hilft dabei, Standorte für Film und Fotografie zu finden, Solaranlagen zu positionieren, ist nützlich im Gartenbau, beim Immobilienhandel, für geowissenschaftlich Versierte und mehr!

Hier gehts zur App: www.sunsurveyor.com

 

Ich persönlich stelle mir ein Feuerwerk zur Blauen Stunde sehr romantisch vor. Es ist zwar für Feuerwerksfotografie nicht ausreichend dunkel, jedoch wie oben bereits beschrieben, besitzt das Sonnenlicht in etwa dieselbe Helligkeit wie das künstliche Licht.

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Geschrieben am 10. Nov 2017 um 16:40 Uhr


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Nützliche Apps für Hobbypyros (iOS & Android)

Nützliche Apps für Hobbypyros (iOS & Android) | fwkart.de

Apps für Hobbypyros – Nicht alle Hobbyfeuerwerker legen keinen Anspruch an den Tag. Einige von uns Hobbypyros möchte auch trotz der eingeschränkten Möglichkeiten, Silvesterfeuerwerk möglichst präzise und möglichst schöne Bilder in den Himmel schießen.

In diesem Artikel möchte ich ein paar nützliche Apps für Hobbyfeuerwerker vorstellen, um etwas mehr Genauigkeit und Präzision in das eigene Silvesterfeuerwerk zu bringen. Ich versuche möglichst Kostenfreie Apps vorzustellen. Beinhaltet eine App zu viel Werbung, weiche ich auf Kostenpflichtige Anwendungen aus.

Ich selber bin iOS-Nutzer. Daher liegt natürlich das Hauptaugenmerk auf Apps für Apple Produkte. Aber ich denke, vom Sinn her, sollte das Android-Betriebssystem ähnliche Apps bieten. Ich versuche natürlich Alternativen zu Android zu verlinken. Die Beschreibungen sind allerdings für iOS-Apps.

Winkel messen mit der Werkzeugkiste für Hobbypyros

Die erste App für uns Hobbypyros ist eine kleine Tool-Sammlung mit einigen wichtigen Werkzeugen. Am nützlichsten empfinde ich in der Werkzeugkiste (iOS) von handwerker-versand.de, den Winkelmesser.

Nützliche Apps für Hobbypyros - Werkzeugkiste (iOS)

Zum iOS-App-Store: Werkzeugkiste
Zur Android Alternative: Wasserwaage, Senklot

Auf dem Display des Tools sieht man einen Kreisrunden Winkelmesser, zwei Zahlenmonitore sowie zwei Buttons (R und H). Im Ersten Monitor gibt man den SOLL ein und im zweiten sieht man den IST-Wert. Der Button R setzt die Eingabe zurück und der Button H setzt eine Markierung. Diese Markierung ist sinnvoll, da man in der Regel zwei unterschiedliche Winkel angeben muss da wir Single Shots zur linken und rechten Seite schießen wollen.

Zwei ebenso nützliche Tools dieser App für uns Hobbypyros, ist, die Wasserwaage und eine Taschenlampe. Hier bedarf es jedoch keiner weiteren Erklärung.

Abstände messen mit Luftlinie Lite

Im Vorfeld ist es ziemlich praktisch, vorher zu kontrollieren, wie viel Platz wir eigentlich auf dem Abbrennplatz haben. Dazu kann ich die kostenfreie App “Luftlinie Lite” von digitalsirup GmbH empfehlen mit der du die Entfernung messen kannst.

Zum iOS-App-Store: Luftlinie Lite
Zur Android Alternative: Map Distance Meter

Wichtig um vorher den Abstand zu messen, ist in der App unten am Bildschirmrand auf den Button “Beliebig” zu stellen. Jetzt sucht man auf der Karte nach seinem Abbrennplatz und hält den Finger auf dem Display gedrückt um den ersten Marker zu setzen. Nun noch den zweiten Marker auf die Karte setzen, und schon hast Du deine Entfernung.

Windvorhersage mit Windy

Ziemlich geil ist die Windvorhersage mit der Windy-App für iOS und Android. Diese App liegt leider nur in englischer Sprache vor, sollte allerdings trotzdem von jedem verstanden werden.

Nützliche Apps für Hobbypyros - Windy (iOS-Android)

Zum iOS-App-Store: Windy
Zum Android Alternative: Windy

Mit der Windy-App von “Igor Kamenev” siehst du nicht nur die Windrichtung, auch die Windstärke sowie die Wind-Böen die zu erwarten sind. Ebenso zeigt es die Lufttemperatur an.

Regenvorhersage mit RegenVorschau

Die RegenVorschau-App für iOS und Android, ist wahrscheinlich die Minimalistischste App aller Zeiten.

Nützliche Apps für Hobbypyros - RegenVorschau (iOS-Android)

Zum iOS-App-Store: RegenVorschau
Zum Android Alternative: RegenVorschau

Ich habe durchweg positive Erfahrungen gemacht mit der RegenVorschau-App von Christian Hübner (CH-Software). Sie ist Minimalistisch und sehr präzise. Mit dieser App siehst du für die nächsten 1 bis 4 Stunden ziemlich zutreffend, ob es regnen oder schneien wird. Ein längerer Vorhersagezeitraum ist auch nicht effektiv, da Niederschläge sich von jetzt auf Gleich auflösen können.

Kennst du andere nützliche Apps für uns Hobby-Pyros?

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Geschrieben am 31. Okt 2016 um 18:53 Uhr


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Feuerwerk elektrisch zünden – Tutorial 2017

Feuerwerk elektrisch zünden – Tutorial 2017 | fwkart.de

Feuerwerk elektrisch zünden – Die Sicherste Form Feuerwerk zu schießen, ist, Feuerwerk auf Distanz zu zünden. Ganz egal ob Vulkane oder Batteriefeuerwerk. Und da Silvester vor der Tür steht, erkläre ich dir wie du sicher und richtig Feuerwerk elektrisch verzünderst.

Jeder der sich ernsthaft in diese Materie einarbeitet, wird sich vor dem elektrischen verzündern eine Zündanlage anschaffen müssen. Diese bekommt man gebraucht für recht wenig Geld oder eben neu. Die einfachste Zündanlage ist ein 4-Kanal-Zündsystem mit Fernbedienung von der Firma Heron. Alternativ (zum ausprobieren) reicht auch eine 9-Volt-Batterie! Alternativ gibt es hier ein System mit 5 x 2 Kanälen (amazon).

Mit der Funk-Zündanlage von Heron Fireworks bist du (a) in der Lage, auf zB. 40 Meter Entfernung sicher ein Feuerwerk zu schießen und (b) stehen dir maximal vier Kanäle zur Verfügung. Sprich; vier Feuerwerkskörper kannst du per Fernbedienung Fernzünden. Natürlich kann man auch 2 Feuerwerkskörper an einen Kanal hängen, nur dann ist nicht mehr gewährleistet, ob das Zündsystem auch den Kanal ordnungsgemäß durchdrücken kann. Ausprobieren ist gefragt.

Hast du keine Lust auf solch einen Kindergeburtstag, dann stehen dir Zündanlagen der Firma Kingdom, PyroNeo (ehemals SkyDirector), Cobra etc. zur Auswahl. Diese gehen weit über die 4-Kanal hinaus und du hast nicht nur mehr Kanäle, auch steht dir mehr Spielraum in Entfernung und Durchzündsicherheit zur Verfügung. Diese Kosten natürlich einiges an Geld. Schau dich daher mal nach gebrauchten Zündsystemen um.

So, gehen wir nun davon aus du bist mit der nötigen Zündtechnik ausgestattet. Dann folgt nun eine kleine Checkliste was für Dinge du noch so alles brauchst:

Checkliste – Feuerwerk elektrisch zünden

  • Zündsystem
  • Elektrozünder
  • Tapematch
  • Klebeband oder Kabelbinder
  • Das Feuerwerk

Kurz ein Hinweis: Zwischen dem Text stehen Zahlen in Klammern. Diese Stellen die Reihenfolge der Fotos dar.

Beginnen wir mit den Vorbereitungen. Zu allererst befreist du die Zündschnur des Feuerwerkskörpers vom Klebepapier [1] und legst die Zündschnur frei. Je nach Feuerwerkskörper, führt die Zündschnur oft noch etwas unter dem Papier versteckt am Artikel entlang. Schneide ggf. das Papier an der Stelle auf um die Zündschnur komplett frei zu legen [2].

Nun kürzt du nach Bedarf die Zündschnur so das noch 3cm übrig bleiben [3]. Jetzt schneidest du etwas Tapematch (ungedeckte Stoppine) zurecht (ca. 3cm lang) und legst es zur Seite. Als nächstes nimmst du einen Elektrozünder und befreist die Zündpille von der Plastikschutzkappe [4]. Diese dient nur als Schutz vor Beschädigungen der Zündpille. Viele Elektrozünder sind aber auch ohne diese Schutzkappen ausgestattet. Meine Elektrozünder sind mit einer antistatischen Zündpille ausgestattet. Diese habe ich direkt beim Feuerwerker eingekauft.

Bevor es los geht, immer eine Regel beachten: Niemals den Kopf über den Feuerwerkskörper halten. Man weiß nie was passiert. Bei der Verwendung von Elektrozünder ist die elektrostatische Aufladung niemals zu unterschätzen und sollte immer beachtet werden. Immer! Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, trägst du keine Baumwollkleidung und verwendest antistatische Handschuhe.

So, nachdem du jetzt so richtig viel Angst bekommen hast, als Neueinsteiger, legst du die Zündschnur und den Elektrozünder auf das Tapematch und verklebst es gut [5]. Zur Sicherheit lege zwei Stücken Tapematch aufeinander. Musst du aber nicht. Etwas mehr “Bumms” beim zünden ist immer gut. Nun fixierst du das ganze noch mit Kabelbinder oder Klebeband [6] und klebst es zur Sicherheit noch an den Feuerwerkskörper selbst [7].

Der Profi oder auch Pyrotechniker verwendet zum verzündern von Feuerwerk “gedeckte Stoppine”. Einfach erklärt ist das ein Schlauch aus Papier in dessen Schwarzpulver getränkte Baumwollschnüre eingearbeitet sind. Mal wirklich ganz simpel ausgedrückt.

Im Prinzip war es das auch schon. Der Feuerwerkskörper ist mit einem Elektrozünder versehen der nun noch einen elektrischen Impuls benötigt um gestartet zu werden. Dazu wie oben angesprochen ein Zündsystem verwenden oder eine 9-Volt-Batterie. Oder baue dein Auto auseinander und fummel die Autobatterie heraus. Mehr ist nicht dabei. Hochgerechnet benötigt ein erfahrener Anwender unter 1 Minute um einen Feuerwerkskörper derart zu präparieren.

Um deinen Feuerwerkskörper nun zu starten, entferne dich vom Feuerwerk, versichere dich das dein Zündsystem wirklich AUSGESCHALTET ist und klemme die eine Ader des Kabels in den Minuspol und die andere Ader in den Pluspol [8] deiner Zündanlage.

Feuerwerk elektrisch zünden (verzündern)

Dabei ist es egal ob rot in schwarz oder schwarz in rot gesteckt wird. Wir möchten einen Kurzschluss erzeugen der die Zündpille am Feuerwerkskörper entzündet und die Zündschnur gleich mit. Das passiert so oder so. Egal wie. Die Kabel der Elektrozünder sind aber oft oder ausschließlich einfarbig. Ich wollte es nur erwähnt haben sollte man den Elektrozünder mit einem anderen Kabel von der Kabeltrommel verlängern müssen.

Feuerwerk elektrisch zünden - Tutorial 2017

Verwendest du eine 9-Volt-Batterie, sorge erst für den Stromdurchgang, wenn alle Menschen SICHER vom Feuerwerk entfernt stehen. Sobald Strom durch das Kabel läuft, wird der Feuerwerkskörper gezündet!

Meiner Meinung nach ist das elektrische Zünden die Sicherste aller Arten Feuerwerkskörper zu schießen. Mal die elektrostatische Aufladung ignoriert. Hehe! Hast du oben wirklich Angst bekommen, nimm lieber das klassische Feuerzeug oder eine Bengallanze ? Aber auch hier; Kopf weg!

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich keinerlei Haftung übernehme. Diese Anleitung dient ausschließlich zur Erklärung. Nicht zur Ermutigung, Feuerwerkskörper elektrisch zu zünden. Und schon gar nicht mit einer 9-Volt-Batterie!

Nun denn, gut Schuss zu Silvester und poste doch dein Silvesterfeuerwerk als Video oder Foto auf meiner Facebook Seite (facebook.com/fwkart). Ich würde mich freuen ?

Weiterführende Links:

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Geschrieben am 27. Okt 2016 um 12:26 Uhr


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Was kostet ein Pyrotechniker und warum ist ein Feuerwerk so teuer?

Was kostet ein Pyrotechniker und warum ist ein Feuerwerk so teuer? | fwkart.de

Was kostet ein Pyrotechniker und warum ist ein Feuerwerk so teuer? Nun, um diese Frage zu klären und um sich auf die Tatsachen einzulassen, vermag es in erster Linie Verständnis und Einfühlungsvermögen beim Kunden. In diesem Artikel möchte ich versuchen zu erklären, was der Kunde nicht sieht.

Wir nehmen als Beispiel einen Bäcker. Das Brötchen welches wir gern zum Frühstück verzehren kostet in der Herstellung einen Bruchteil dessen, was der Kunde bei der Verkäuferin an der Kasse bezahlt. Aber warum ist das so? Der Kunde bezahlt im Endeffekt nicht nur das leckere Vollkorn-Brötchen, sondern auch die Herstellung, die Arbeitsleistung, den Verschleiß der Maschinen, Strom, Wasser, die Miete und die Einrichtung der Bäckerei.

In etwa so verhält es sich auch bei der Kalkulierung eines Feuerwerks zu einer Hochzeit, einem Geburtstag oder einem anderen Event.

Die Kunden haben oft Ihre genauen Vorstellungen; das Feuerwerk soll 10 Minuten am Himmel brennen, am besten nach Musik und möglichst nichts kosten. Oder anders gesagt; das Brötchen soll nichts kosten aber total lecker schmecken. Der Pyrotechniker hat dann oft das Problem, dem Kunden das alles ruhig zu erklären, warum die Vorstellungen nicht ganz mit der Realität konform sind.

 

Was sind nun die Gründe, weshalb ein Feuerwerk so teuer erscheint?

Fangen wir von vorn an: Vor dem Feuerwerk, also nachdem der Kunde mit dem Pyrotechniker Kontakt aufgenommen hat, sich über das Budget geeinigt -und ein möglicher Veranstaltungsort kommuniziert wurde, fängt die Arbeit für den Pyrotechniker an. Das Feuerwerk muss bei der Behörde angezeigt werden und im laufe der Zeit kann es allerdings passieren, dass sich die Behörde beim Pyrotechniker meldet und ein Feuerwerk auf dem vorgesehenen Veranstaltungsgelände untersagt. Das kann viele Gründe haben. Oftmals sind es Naturschutzgründe. Dann muss ein neuer Ort zum Schießen des Feuerwerks gefunden werden.

Hat der Pyrotechniker in mehreren Stunden (Idealfall) mit dem Kunden die Wünsche kommuniziert, kann es an die praktische Arbeit gehen. Der Pyrotechniker setzt sich an seinen Computer und schreibt ein Programm. Das funktioniert in der Regel mit einer Software die mit dem Zündsystem kompatibel ist, mit welchem der Pyrotechniker arbeitet. In dieser Software setzt der Pyrotechniker aus seiner Effektdatenbank (die ständig gepflegt werden muss) das Programm für den Kunden zusammen. An welcher Stelle soll sich der Effekt am Himmel öffnen, an welcher Stelle kommen Bodenellemente (Frontpositionen) wie Vulkane oder Sonnen zum Einsatz, wann fliegen Kometen umher und und und.

Ist die Show erst einmal im Kasten und hier können unter Umständen (je nach Show) mehrere Tage ins Land gehen, suchen Mitarbeiter auf dem Werksgelände aus den Bunkerräumen die benötigten Effekte zusammen. Der Pyrotechniker hat im Normalfall noch andere Kunden die er nebenher zu bedienen hat. Kugelbomben, Vulkane, Kometen und Batterien werden nach Vorgabe des Pyrotechnikers sortiert, präpariert und in Kartons zum Transport vorbereitet. Je nach Umfang und Aufwand muss der Pyrotechniker kreativ sein und hin und wieder auch Heimwerkern. Würde ich alles im Detail aufzählen, so sprengt es diesen Artikel.

Um gewisse Arbeitsabläufe zu optimieren, werden Kometen, also Einzelschüsser (Single Shots) bereits in den Bunkerräumen gesteckt[1] und an entsprechende Zündmodule (slaves) angeklemmt. So das der Pyrotechniker auf dem Abbrandplatz nicht noch alles verkabeln muss. Ist auch dieser Schritt abgearbeitet und für den Transport vorbereitet, kann das Einladen der Effekte in den Transporter beginnen.

Für jede Kugel- oder Zylinderbombe wird ein Mörser benötigt. Das sind Abschussrohre aus GFK die für die unterschiedlichsten Kaliber hergestellt werden. Um die Abschussrohre zu fixieren benötigt man noch entsprechende Gestelle. Einige sind aus Holz, andere aus Stahl. Pyrokabel, Kabelrollen, Feuerlöscher, Abdeckplanen, Besen, Werkzeug…. Alles das muss mit und die Arbeit, also das Verladen in den Transporter, beginnt in der Regel schon Vormittags.

Der Kunde muss verstehen, dass der Pyrotechniker zu 99% keine Raketen im klassischen Sinne schießt. Bei Großfeuerwerken nennt man diese Effektkörper >Bomben<. Also entweder in Kugelform (Kugelbomben) oder zylindrischer Bauart (Zylinderbomben). Diese Effektkörper werden in Kaliber bemessen. In einem klassischen Feuerwerk werden oftmals Kaliber von 50mm bis 200mm verwendet. Hin und wieder sieht man auch exotische Kaliber wie 250 bis 400mm.

Nach oben hin sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Physikalisch gesehen werden die Effektbilder am Himmel jenseits der Kaliber 600mm-Marke auf Grund der Erdanziehungskraft unschön und statt einer Kugel formt sich ein Ei. Über solche Kaliber müssen wir uns ehrlich gesagt keinen Kopf zerbrechen. Diese sind überwiegend in Japan anzusehen und, unbezahlbar.

Auf dem Abbrandplatz angekommen, sperren die Mitarbeiter das Gelände großzügig ab, Bombengestelle und Frontpositionen werden in Stellung gebracht und die Effektbomben in die Abschussrohre verladen und verzündert[2]. Effekte werden mit dem Zündkabel an die Zündanlage verheiratet und geprüft ob alles OK ist. Das alles kann gut (je nach Umfang) 3 oder 6 oder noch mehr Stunden in Anspruch nehmen. Bei großen Shows auch locker 2 Tage!

Nun, nachdem es Dunkel wurde, kann die Show beginnen. Der Kunde ist zufrieden, begibt sich wieder zu seinen Gästen und der Pyrotechniker beginnt damit, den Abbrandplatz zu reinigen. Also Papier was vom Himmel fiel aufzusammeln und alle Gestelle und technischen Geräte wieder zurück in den Transporter zu laden. Am Werksgelände angekommen wird meist noch der Müll entsorgt und der Transporter ausgeräumt. Damit endet der Arbeitstag des Feuerwerkers und dieser fährt dann nach Hause.

Apropos Arbeitstag: Dieser beginnt dann meist zwischen 7 und 9 und endet zwischen 23 und 2 Uhr.

Fassen wir zusammen

Der Ablauf wie oben beschrieben ist eine Grobe Zusammenfassung. Es hängt meist noch viel mehr zusammen aber es würde einfach unverständlich werden und das ist nicht das Ziel dieses Artikels. In der Zusammenfassung lässt sich festhalten; für ein Feuerwerk hat der Pyrotechniker eine Menge Aufwand die der Kunde nicht kennt und auch nicht sieht. Die Arbeit beginnt bereits nachdem der Kunde mit dem Feuerwerker Kontakt aufgenommen hat. Das können auch 2 Monate zuvor sein. Oder gar ein längerer Zeitraum.

Dieser Aufwand, diese Arbeit muss irgendwie refinanziert werden. Das hier der Pyrotechniker Verluste einstreicht, dürfte hoffentlich eindrucksvoll dargestellt worden sein. Würde der Feuerwerker all seine Arbeitsstunden dem Kunden in Rechnung stellen, dann würde der Auftraggeber viele tausende Euro bezahlen und hätte noch gar kein Feuerwerk.

Wie beim Bäcker, muss auch der Pyrotechniker gewisse Dinge in die Rechnung einbeziehen. Wie beispielsweise Lagerung der Effekte, Versicherungen, Wartung des Transporters, Sprit, Strom, Reparatur der Technik, den Lohn der Mitarbeiter und noch einiges mehr.

Es sollte also keine Frage des Geldes sein, sondern wie viel ist es dem Kunden Wert einen einzigartigen Moment zu erleben und gleichzeitig an die Menschen zu denken, die für diesen einzigartigen Moment verantwortlich sind. Es ist auch eine Sicherheitsfrage. Denn je billiger desto unseriöser sind letztlich die Auftragnehmer. Denken Sie als Kunde an die Sicherheit Ihrer Gäste und sparen Sie nicht am falschen Ende.

 

[1] Unter “gesteckt” oder “stecken”versteht man das Einsetzen der Effekte in dazu vorgesehene Gestelle. Zum Beispiel Kometengestelle die sich auch im Winkel variieren lassen.

[2] Verzündern beschreibt die Manipulation eines pyrotechnischen Gegenstandes. Hierbei wird die Zündschnur mit einer Stoppine (ein Schlauch in dessen sich Schwarzpulverschnüre befinden) und einem Elektrozünder versehen. Der elektrische Impuls der Zündanlage entzündet den Elektrozünder, die Stoppine entzündet sehr sehr schnell die Zündschnur und der pyrotechnische Gegenstand startet.

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Geschrieben am 8. Jan 2016 um 17:18 Uhr


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